Wir brauchen sie!

Wildbienen

Nahaufnahme einer Biene, die gerade im Begriff ist Nektar zu sammeln, an einer weißen Blüte mit gelben Stempeln. Im Hintergrund sind Blätter.

Passt dazu:

 

Wildbienen und andere Blütenbestäuber spielen in unserem Ökosystem eine elementare Rolle, da viele Pflanzen auf sie angewiesen sind und damit auch viele Tiere und wir Menschen.

Daher schlug Alice Rosslenbroich vor, dafür zu sorgen, dass mehr Menschen über die Bedeutung von Wildbienen aufgeklärt werden. Nach der Kontaktaufnahme zu einer renommierten Hummelforscherin, haben wir uns entschieden, die Projekte des Institutes zu unterstützen. Eine der ersten Ideen, die mit zur Namensgebung unserer Stiftung beigetragen haben.

Seit Jahren nimmt der Bestand der Wildbienen und ihrer Arten ab, die im Gegensatz zu den gezüchteten Honigbienen, nicht in großen Völkern leben, sondern Einzelgängerinnen sind. Hummeln sind dabei aber eine Ausnahme.

Wildbienen sind besonders wichtig für die Erhaltung des Ökosystems, denn viele Pflanzen können nur von ihnen bestäubt werden um sich fortzupflanzen, da sie sich artspezifisch aneinander angepasst haben.

Man schätzt, dass rund 80 Prozent der Pflanzen, Obst und Gemüse mit einbezogen, in Deutschland nur durch Bienen als Bestäuberinnen erzeugt werden können.

Rund 4.000 unterschiedliche Gemüsesorten werden in Europa von Bienen bestäubt, wobei Wildbienen Blüten wesentlich effizienter bestäuben als Honigbienen und somit einen wichtigen Beitrag zu Ertragssicherung leisten.

Das Bienensterben und der damit verbundene Rückgang vieler Wildbienenarten hat langfristig enorme Konsequenzen, auch für uns Menschen. Unsere Versorgung mit Nahrungsmitteln könnte auf lange Sicht gefährdet werden, da ohne die spezifischen Bienenarten bestimmte Pflanzen nicht mehr bestäubt werden könnten und somit Mängel entstehen würden.

Ursachen (unter anderem)

– Abholzung und Zerstörung des natürlichen Lebensraumes führen zu verringertem Angebot an Nistplätzen und entziehen die Nahrungsgrundlage

Der Klimawandel verändert die Niederschläge und Blühzeiten vieler Pflanzenarten, was wiederrum das Pollenangebot verändert

– Verstärkter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die oftmals giftig für viele der bestäubenden und weiteren dort lebenden Insekten sind oder indirekt auf sie wirken, durch das Entziehen von Lebensraum

Lösungsansätze:

  • Schaffung und Erhaltung blütenreicher Lebensräume (z.B. Ackerlandstreifen, Feldgehölze, Streuobstwiesen und Verzicht auf intensives Mähen von blütenreichen Wiesen.)
  • Verzicht auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln
  • Anpflanzen von Blütenpflanzen, die für Bestäuberinsekten attraktiv sind (es gibt zudem spezielle, auf Wildbienen ausgelegte Saatmischungen für Jedermann)
  • Anlegen natürlicher oder künstlicher Nisthilfen
  • Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden im eigenen Garten oder auf dem Balkon (jedes Pestizid bleibt ein Wirksames und hat damit eine Auswirkung auf die Lebewesen)

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Nahaufnahme eines kleinen Schmetterlings, der auf einer größeren lila Blüte sitzt.

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